Über mich

Melanie Regina Fraas

Systemischer Coach und ADHS-Coach

Mit Anfang 30 erhielt ich die Diagnose ADHS und fiel im ersten Moment aus allen Wolken.

ADHS?! War das nicht das mit den zappeligen Jungs?

Ich war gut in der Schule, hatte mehrere Studiengänge erfolgreich abgeschlossen und wurde im Berufsleben für meine strukturierte Arbeitsweise, meine Zuverlässigkeit und meine ruhige Art geschätzt. Ich war leistungsorientiert und funktionierte nach außen scheinbar problemlos. Das passte für mich überhaupt nicht zu dem Bild, das ich von ADHS hatte.

Heute weiß ich: Genau dieses Bild war das Problem.

Je mehr ich über ADHS und Neurodivergenz lernte, desto mehr ergab mein bisheriges Leben plötzlich Sinn. Es fühlte sich an, als würde sich ein großes Puzzle Stück für Stück zusammensetzen. Situationen, die ich jahrelang nicht verstanden hatte, bekamen plötzlich eine Erklärung. Ich erkannte, dass sich ADHS, insbesondere bei Mädchen und Frauen, oft ganz anders zeigt als die bekannten Klischees vermuten lassen. Ich verstand, dass viele Betroffene nach außen hervorragend funktionieren, während sie innerlich täglich enorme Kraft aufbringen müssen.

Auch ich hatte viele Jahre unbewusst maskiert, mich angepasst und versucht, Erwartungen zu erfüllen. Ich hatte Strategien entwickelt, die zwar einige Zeit funktionierten, mich aber unglaublich viel Energie kosteten. Lange dachte ich, mit mir stimme einfach etwas nicht. Erst die Diagnose half mir zu erkennen, dass ich nicht falsch bin, sondern einfach anders funktioniere.

Rückblickend hätte ich mir damals jemanden an meiner Seite gewünscht, der diesen Weg bereits gegangen ist. Jemanden, der mir erklärt, warum mein Gehirn so arbeitet, wie es arbeitet. Jemanden, der mir zeigt, wie ich meinen Alltag so gestalten kann, dass ich nicht ständig gegen mich selbst kämpfe. Und vor allem jemanden, der mir vermittelt: Du musst dich nicht verbiegen, um ein gutes Leben zu führen.

Dieser Wunsch begleitet mich bis heute.

In meiner Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einer Hochschule beschäftigte ich mich intensiv mit den Themen Neurodivergenz, psychische Gesundheit und den Herausforderungen von Studierenden. Dabei wurde mir immer deutlicher, wie groß der Bedarf an Verständnis, individueller Begleitung und alltagstauglichen Strategien ist. Fachwissen allein reicht oft nicht aus. Viele Menschen wünschen sich jemanden, der ihre Erfahrungen wirklich nachvollziehen kann.

Deshalb entschied ich mich, zusätzlich eine Ausbildung zum Systemischen Coach sowie zum ADHS-Coach zu absolvieren.

Heute verbinde ich wissenschaftlich fundiertes Wissen mit eigenen Erfahrungen und einem systemischen Blick auf den Menschen. Mir ist wichtig, keine Patentrezepte zu vermitteln, sondern gemeinsam individuelle Lösungen zu entwickeln. Ich möchte der Coach sein, den ich mir nach meiner eigenen Diagnose gewünscht hätte: verständnisvoll, wertschätzend, praxisnah und auf Augenhöhe.

Denn ich bin überzeugt: Wenn wir verstehen, wie unser Gehirn funktioniert, müssen wir nicht länger gegen uns arbeiten, sondern können lernen, unsere eigenen Stärken zu erkennen und unseren ganz persönlichen Weg zu finden.


Du möchtest mich gerne kennenlernen? Kein Problem, vereinbare gerne ein kostenfreies 30-minütiges Kennenlernen!